Der Weg zum perfekten Content – Keyword-Recherche (Teil 1)

Keyword Recherche - der perfekte Content

In unserer mehrteiligen Artikelserie möchte wir euch einen konkreten Fahrplan aufzeigen, wie hochwertige Inhalte für die jeweils relevante Zielgruppe, entstehen können. Dabei liegt der Fokus auf dem zielgerichteten Sichtbarkeitsaufbau bei Google.

Die Basis einer jeden Suchmaschinenoptimierung ist die Keyword-Recherche. Die Keyword-Recherche ist der Prozess, mit welchem herausgefunden werden kann, welche Keywords potenzielle Kunden bei Google eingeben. Dabei geht es zunächst darum herauszufinden, welche für das eigene Business relevanten Keywords beziehungsweise Keyword-Phrasen bei Google überhaupt ein bestimmtes Suchaufkommen aufweisen. Um ein perfekt abgestimmtes Keyword-Set aufbauen zu können, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, denn das Suchvolumen allein entscheidet nicht über Erfolg oder Misserfolg. Ohne eine transparente Keyword Recherche sollte auch kein Text geschrieben werden.

Was sind Keywords überhaupt?

Ein Keyword (engl., “Schlüsselwort”) ist der zusammenhängende Text, den Nutzer bei einer Suchanfrage über Google in die Suchleiste eingeben. Dabei kann es sich tatsächlich nur um ein einzelnes Wort handeln, wie zum Beispiel “Werkstatt”, aber auch längere Suchphrasen wie “Autowerkstatt in Köln” oder “Weiße Damen Sneaker” werden unter dem Sammelbegriff Keyword zusammengefasst.

Welche Bedeutung haben Keywords für Google?

Keywords dienen Google dazu, die Intention der Suchanfrage zu verstehen und relevante Seiten als Suchergebnisse ausspielen zu können. Dabei legt Google anhand von eigens ermittelten Daten selbst fest, welche Webseite zu der Suchanfrage ausgespielt. Je relevanter ein Inhalt, desto höher di Wahrscheinlichkeit, dass Google diesen Inhalt aussteuert. Da Keywords bzw. der Inhalt aber nicht das einzige Kriterium (Rankingfaktor) ist, welches die Position bei Google bestimmt, sind weitere Parameter entsprechend zu berücksichtigen. Es ist also nicht möglich, Google einen direkten Befehl zu geben, für ein bestimmtes Ranking im organischen Bereich bei Google platziert zu werden. Durch verschiedene Relevanzsignale kann Google jedoch signalisiert werden, für welches Thema eine Webseite scheinbar relevant ist. Die Auswahl dieser zu optimierenden Keywords sollte mit Bedacht erfolgen, da irreführende, unverständliche oder gar unpassende Keywords nicht die gewünschte Zielgruppe auf die Seite locken und man eventuell sogar gar keinen Traffic bekommt.

Beabsichtigt man also potenzielle Kunden auf seine Seite über “weiße Damen Sneaker” zu leiten, sollten sich Wörter auch auf der entsprechenden Seite finden und die aufgeführten Inhalte sollten zum Thema (also dem Keyword) passen. Bevor es allerdings an die konkrete Gestaltung der Seiteninhalte geht, sollten einige relevante und vielversprechende Keywords selektiert werden, auf welche später optimiert wird.

Warum ist eine Keyword-Recherche also wichtig?

Eine Keyword-Recherche wird aus unterschiedlichen Gründen umgesetzt:

  • Eigenes Keywordset aufbauen
    Wer Zeit und Geld in den Aufbau von organischer Sichtbarkeit bei Google investiert, sollte sich sein eigenes Keywordset aufbauen und dieses regelmäßig monitoren und optimieren. Denn nur wem es gelingt, für die wirklich richtigen und wichtigen Keywords Sichtbarkeit aufzubauen, kann nachhaltig mehr qualifizierte Reichweite aufbauen.
  • Potenzial für ein Thema ermitteln
    Um anfangs überhaupt erst ein mal einen Überblick zu erhalten, welche Keywords oder Keyword-Phrasen es gibt, ist eine Keywor-Recherche umzusetzen. Im Rahmen der Keyword-Recherche werden dann nicht nur die Keywords als solches durchleuchtet, sondern auch direkt bewertet, welche Keywords eine gewisse Suchnachfrage (Volumen pro Monat) bei Google haben und welche vielleicht im ersten Step nicht so relevant sind. Ein weiteres Prüfkriterium ist die Wettbewerbsdichte (siehe auch Screenshot 1.1). Hier kann herausgefunden werden, wie schwierig es ggfs. werden könnte, gezielt Sichtbarkeit für diesen aufzubauen. Denn grundsätzlich gilt: Je größer der Wettbewerb, desto schwieriger und mehr Aufwand muss für den gezielten Sichtbarkeitsaufbau investiert werden.
Keyword-Recherche contentsuite.com (1.1)
  • Effizientere Zielgruppenansprache & Themencluster bilden
    Die Keyword-Recherche ist die Basis. Nicht nur um herauszufinden, welche Keywords relevant sind, sondern auch, um herauszufinden, wie man die Zielgruppen am effizientesten ansprechen kann. Welche Breite der Inhalte ist notwendig und welche Erwartungshaltung hat die Zielgruppe scheinbar. Das ist extrem wichtig, um spätere Themencluster zu bilden und gezielt Sichtbarkeit für das Thema aufbauen zu können. Aus der Keyword-Recherche heraus kann sich so auch der Redaktionsplan weiterentwickeln und sichergestellt werden, für die relevanten Keywords zu ranken.
  • Wettbewerb analysieren
    Der Wettbewerb ranked hier und da auf Keywords, die man selbst nicht im Fokus hat oder und dennoch eine gewisse Relevanz haben. Mit Hilfe eines SEO Tools können die diese Keywords und Platzierungen der Wettbewerber identifiziert werden. Gleichzeitig können über diesen Weg auch weitere Wettbewerbsanalysen umgesetzt werden. z.B. Können Online-Shopumsätze grob ermittelt werden und so auch auf Umsatzebene grobe Potenzialanalysen umgesetzt werden.

Auf den Punkt gebracht, hat die Keyword-Recherche unterschiedliche Funktionen. Ohne eine umfangreiche Keyword-Recherche läuft man Gefahr, wichtige Potenziale zu übersehen und den Content nicht perfekt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abzustimmen.

Recherche auf Basis von Zahlen und Fakten

Um die richtigen Keywords zu identifizieren sind Tools unumgänglich. Da jedes Tool unterschiedliche Datenbestände und -quellen hat, ist der Einsatz von unterschiedlichen Tools ratsam. Wir können folgende Tools empfehlen, es gibt aber noch zahlreiche andere Tools, die nicht weniger schlecht sein müssen:

  • PageRangers / Content Suite
    Die Keyword-Recherche in der Content Suite bietet einen umfassenden Blick, welche Keywords für den gezielten Sichtbarkeitsaufbau relevant sind. Wie im Screenshot (1.2) zu sehen, hilft das Tool bei der besseren Eingrenzung der Themen. Das spart extrem Zeit und zeigt einen Überblick, über das jeweilige Keyword-Potenzial. In diesem Beispiel werden alle Keywords mit dem Inhalt “Texte schreiben Tipps” in allen Wortkombinationen angezeigt. Diese können dann direkt weiterverarbeitet werden, z.B. in Keyword-Listen, als Integration in das Monitoring (SEO Suite PageRangers) oder als reiner CSV-Export für die weitere Verwendung (z.B. SEA Kampagnen).
Keyword-Recherche – Filterung der Keywords (Screen: 1.2)

In einer weiteren Spalte werden euch dann die CPC-Preise angezeigt, die im Schnitt für eine Google Ads Kampagne anfallen würden. Ebenfalls ein relevanter Indikator, der mir insgesamt über den Wettbewerb mehr Auskunft gibt und zeigt, wie hoch ein mögliches Invest bei Google Ads zu diesem Keyword wäre. In dem folgenden Video ist die Key-Word-Recherche erklärt und du siehst, wie einfach und zielführend Recherchen umgesetzt und bei Bedarf weiterverarbeitet werden können. Ab Minute 06:15 seht ihr, wo sich genau die Keyword-Recherche befindet. Zuvor wird sie ausführlich erklärt.

  • Google Ad Planner
    Google bietet ein eigenes Tool zur Analyse von Keywords / Keyword Phrasen. Damit könnt ihr weitere Suchbegriffe analysieren. Auch hier der Hinweis – das monatliche Suchvolumen sind grobe Daten, da Google kein Interesse hat, die genauen Werte herauszugeben. Um sich einen breiten Überblick über die relevanten Keywords zu bilden, sind wie gesagt mehrere Tools sinnvoll. Auch Google bietet hier nicht den vollen transparenten Überblick.
  • Google Trends
    Google Trends ist eine Quelle, um das Suchinteresse für eine bestimmtes Keyword, historisch darstellen zu lassen. Saisonale Veränderungen sind in den Suchvolumina der Tools (auch nicht beim Google Ad Planner) enthalten. Um ein besseres und tieferes Verständnis für das Keyword zu erhalten, macht der Blick in Google Trends absolut Sinn. Der Blick ist nicht nur aus SEO Gesichtspunkten relevant, sondern auch für eure Paid-Kampagne bei Google. Google Trends kann direkt aufgerufen werden. In der Keyword-Recherche ist in der Content Suite ansonsten auch eine Direktansicht (siehe Screen 1.3) enthalten
Google Trends in der Content Suite (Keyword-Recherche – Screen 1.3)

Der direkte Blick im Rahmen der Keyword-Recherche macht Sinn, um ein noch besseres Verständnis und finale Bewertung für die weitere Umsetzung planen zu können.

  • Answer the Public
    Answer the Public geht einen anderen Weg und daher ist der Blick zusätzlich in ein solches Tool empfehlenswert. Je mehr Blicktiefe man in ein Thema bekommt, desto besser das Ergebnis letztlich.
  • Google Search Console
    Auch die Google Search Console kann wichtige Hinweise und Keyword-Empfehlungen geben. Da in der Search Console ALLE Keywords enthalten sind, die mindestens eine Impression in den organischen Rankings bei Google hatten, kann der Blick in die Keywordübersicht ebenfalls sinnvoll sein. Häufig entdeckt man weitere Keywords zum Thema, auf die man in der Kombination nie so leicht gekommen wäre. Die Google Search Console ist ein kostenloses Tool von Google, was für jeden Webmaster zu empfehlen ist. Das Besondere ist – zu jedem Suchbegriff können direkt die Leistungswerte (Impressions, Klicks, CTR) eingesehen werden.
  • Verwandte Suchbegriffe
    Eine weitere Methode, um neue und potenzielle Keywords zu erhalten, ist der Blick in die “verwandten Suchbegriffe”. Google selbst bietet hier entsprechende Hilfestellungen (Screen 1.4) oder Tools wie OpenThesaurus.
Screen 1.4 – verwandte Suchbegriffe (google.de)
  • Wikipedia Analysen
    Wikipedia ist die wohl größte Wissensdatenbank und für viele Nutzer eine der ersten Anlaufstellen. Was viele nicht wissen. Auch Wikipedia liefert öffentlich zugängliche Statistiken (Wikipedia PageViews Analyse). Und da Wikipedia zu sehr vielen Suchbegriffen ganz vorne bei Google gelistet ist, können weitere Rückschlüsse auf die Keywordrelevanz und auch Suchnachfrage ermittelt werden.

Relevante Keywords ermitteln

Besonders wichtig ist es, sich bei der Keyword-Recherche in die Perspektive des Kunden hineinzuversetzen. Der Kunde kennt das Angebot der Seite nicht und formuliert Suchanfragen dementsprechend anders, als man selbst es vielleicht tun würde. Es sollten stets überlegt werden, in welcher Phase sich der Kunde (Customer Journey) befindet, was sein Problem ist und wie er dieses auf Google wohl äußern würde. Dabei gilt tendenziell: Je länger die Suchanfrage ist (also je mehr Einzelwörter im Keyword enthalten sind) desto präziser kann das Suchergebnis ausgesteuert werden und desto höher ist in der Regel auch der Handlungswille des Kunden, allerdings gibt es hier auch ein deutlich geringeres Suchaufkommen. Nochmal zurück zu der Kundenperspektive. Grundlegend gibt es hier 4 Aspekte die man berücksichtigen und individuell abdecken sollte:

  • Ereignissicht: Welches Ereignis erzeugt den Bedarf, dessen Lösung das Angebot der eigenen Seite ist?
  • Kontextsicht: Aus welchem Kontext heraus kommuniziert die Bedarfsgruppe ihren konkreten Bedarf?
  • Lösungssicht: Welche Begriffe verwendet die Bedarfsgruppe um eine gewünschte Lösung zu formulieren?
  • Angebotssicht: Wie kommuniziert die Bedarfsgruppe, welches Angebot sie benötigt?

Diese Aspekte fließen ganz konkret in drei Kategorien ein, in welche Suchanfragen eingeordnet werden können und zu welchen man Keywords recherchieren kann. Um die Thematik etwas bildhafter zu veranschaulichen, arbeiten wir mit folgendem Beispiel: 

Unser Kunde fährt mit seinem Auto, als plötzlich die Motorkontrollleuchte angeht…

Ereignisspezifische Suche: Der Kunde hat ein bestimmtes Ereignis wahrgenommen, aus dem ein Bedarf entstanden ist. Er kennt allerdings weder die Lösung noch das Angebot für seinen Bedarf. In unserem Beispiel würde er vermutlich etwas wie “Motorkontrollleuchte leuchtet während Fahrt” oder Problem mit dem Motor” auf Google suchen.

Lösungsspezifische Suche: Der Kunde hat das Ereignis wahrgenommen und kennt auch die Lösung für sein Problem. Das konkrete Angebot ist ihm allerdings nicht bekannt. Hier würde er vermutlich nach etwas ähnlichem wie “Fehlerspeicher auslesen lassen” oder “Motor checken lassen” suchen.

Angebotsspezifische Suche: Beim Kunden ist ein Bedarf entstanden und er kennt sowohl die Lösung für sein Problem, als auch das dazugehörige Angebot. Hier ist die Suche meist am konkretesten und würde zum Beispiel “Kfz Werkstatt Köln Deutz” lauten.

Wie man sieht, kann das gleiche Problem je nach Wissensstand des Kunden in ganz unterschiedlichen Suchanfragen ausgedrückt werden. Im Optimalfall bedient man also jeden dieser Suchtypen mit der Verwendung der entsprechenden Keywords und dem darauf zugeschnittenen Content auf der eigenen Website. Wichtig ist dabei wie bereits erwähnt vor allem immer aus Kundenperspektive zu denken und die “Unternehmensbrille” abzusetzen denn zu denken, der Kunde sei auf das eigene Produkt angewiesen und würde explizit nach diesem suchen, ist ein Irrglaube. Kaum jemand wird spezifisch nach dem eigens angebotenen Produkt suchen, wenn man nicht gerade Apple oder Nike auf der Firmenzentrale stehen hat, daher muss man den Kunden in seiner Suche dort abfangen, wo er sich gerade befindet und auch dort vom eigenen Produkt oder der der eigenen Dienstleistung überzeugen.

Angebotsrelevanz

Details im Keyword können einen großen Unterschied in den Suchergebnissen ausmachen, daher muss stets darauf geachtet werden, dass die Relevanz zum eigenen Angebot gegeben ist. Manche Keywords sind dabei zu allgemein, manche sind zu spezifisch und bei wieder anderen kann ein einziger Buchstabe die kompletten Suchergebnisse ändern. Man sollte daher nur Keywords auswählen, bei welchen die Intention die Suchanfragensteller bekannt ist und bei welchen diese Intention durch das eigene Angebot repräsentiert wird. Mehr zum Thema Such-Intention gibt es an späterer Stelle in diesem Whitepaper.

Zielgruppenrelevanz

Wir haben bereits die verschiedenen Phasen kennengelernt, in welcher sich die Nutzer basierend auf ihrem Wissensstand zum Problem befinden können. Darüber hinaus gibt es drei weitere Aspekte, welche man bei der Auswahl der Keywords im Bezug auf die Zielgruppe berücksichtigen sollte:

  • Der lokale Bezug:
    Das Thema Lokalität ist im SEO ein immer relevanter werdender Teilbereich. Sogar in den kleinsten Gastronomiebetrieben wird teilweise schon lokale Suchmaschinenoptimierung betrieben, um regional noch besser gefunden zu werden. Nicht immer ist es ratsam, sein Keyword-Set national oder gar international auszurichten. Wenn sich das eigene Angebot auf ein lokales Einzugsgebiet begrenzt, sollten auch die entsprechenden Keywords dies widerspiegeln. Einer Kfz-Werkstatt in Köln nützt es wenig, wenn sie in Berlin auf Position 1 zu “Werkstatt” rankt. Auch die Zielgruppe wird eher nach “Werkstatt in Köln” suchen, wenn sie in diesem Raum ansässig ist, daher sollte man gerade im stationären Handel oder bei lokalen Dienstleistungen auch auf diese geographisch eingegrenzten Keywords optimieren.
  • Der zeitliche Bezug:
    Bestimmte Keywords haben starke saisonale Schwankungen und werden zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich oft nachgefragt. Man sollte sich darüber im klaren sein, dass man es zur Sommerzeit wahrscheinlich einfacher hat, gut zu “Weihnachtsdeko” zu ranken, als im Winter. Gleichzeitig werden die Besucherzahlen und Umsätze im Sommer stark abnehmen, da es weniger Suchanfragen über Google gibt. Ein gutes Tool um die saisonale Schwankung eines Keywords zu prüfen ist das bereits erwähnte Google Trends.
  • Die Tonalität:
    Je nach Zielgruppe verwenden Nutzer auch unterschiedliche Begrifflichkeiten um ihre Suchanfrage zu formulieren. So sucht man in manchen Teilen Deutschlands nach Brötchen und in anderen nach Semmeln. Unterschiedliche akademische und berufliche Hintergründe können sich ebenfalls auf die Formulierung der Suchanfragen auswirken. Der durchschnittliche Bürger spricht zum Beispiel eher von der Grippe während Nutzer mit medizinischem Hintergrund von Influenza sprechen.

Longtail Keywords vs. Shorthead Keywords

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Suchmaschinenoptimierung zwischen sogenannten Shorthead Keywords und Longtail Keywords. Ist die Recherche nach den relevanten Keywords oder Keyword-Phrasen geschafft, gilt es eine weitere Differenzierung vorzunehmen und entsprechende Prioritäten zu setzen. Zunächst wollen wir einmal die beiden Begriffe voneinander abgrenzen:

Was ist ein Shorthead Keyword?

Um die Begrifflichkeit kurz zu erläutern, ein einfaches Beispiel: Als Betreiber einer Plattform für gebrauchte Autos kaufen und verkaufen wir gebrauchte PKW. Der erste Gedanke könnte sein, dass es wichtig ist, grundsätzlich schon mal zu dem Begriff „Auto“ bei Google auf den vordersten Plätzen organisch zu ranken. Der Begriff ist in dem Fall allgemein, besteht aus einem Wort und ist somit als Shorthead Keyword zu definieren. Gleichzeitig deckt er ein breites Spektrum an potenziellen Such-Intentionen und Nutzererwartungen  ab. Die Reichweite bei Google ist entsprechend hoch, aufgrund der vielen unterschiedlichen Erwartungen ist die Conversion-Rate jedoch vergleichsweise gering. Viele Nutzer wollten sich zum Beispiel über Neuwagen informieren und finden auf unserer Seite nicht das gewünschte Angebot.

Was ist ein Longtail Keyword?

Anders als ein Shorthead Keyword spezifiziert ein Longtail Keyword die konkrete Suchanfrage und die dahinterstehende Absicht des Nutzers. Um bei unserem Beispiel zu bleiben, wäre ein Longtail Keyword “Auto gebraucht kaufen”. Ein Longtail Keyword besteht per Definition zumeist aus mehreren Wörtern innerhalb des Keywords. Für die Praxis und die Suche nach relevanten Keywords ist die Unterscheidung also sehr wichtig. Auch hier kann sogar noch weiter spezifiziert werden. Zwar ist das Keyword „Auto gebraucht kaufen“ schon wesentlich konkreter als “Auto”, wenn wenn man aber beispielsweise nur gebrauchte BMWs verkauft, wird der Streuverlust vermutlich immer noch sehr hoch sein. In diesem Fall wäre “1er BMW gebraucht kaufen“ hier vermutlich das relevanteste und sinnvollste Keyword.

Zusammenfassung Shorthead vs. Longtail Keyword

Fassen wir zusammen: Shorthead Keywords können aufgrund ihrer hohen Reichweite und Abdeckung trotz höherem Streuverlust sinnvoll sein. Wenn man ein Short-Head Keyword allumfassend mit dem eigenen Angebot abdeckt, können hierüber große Reichweiten und letztlich Umsätze generiert werden. So ist es für große Versicherer, wie beispielsweise ERGO oder Allianz durchaus interessant, auf Keywords wie “Versicherung” zu ranken. Insbesondere weil beide Konzerne ein breites Spektrum an Versicherungen anbieten und somit der Streuverlust überschaubarer ist. Das Shorthead Keyword zeichnet sich gleichzeitig durch eine, zum Teil signifikant höhere Wettbewerbsdichte aus, da sehr viele Seiten und Anbieter auf dieses ranken möchten. Je höher der Wettbewerb, desto mehr Aufwand muss auch im Rahmen der SEO-Maßnahmen umgesetzt werden.

Je spezifischer ein Keyword ist, desto qualifizierter sind die Besucher für die eigene Website. Auf der anderen Seite muss man auch wissen, dass mit jeder Spezifikation praktisch auch die Reichweite sinkt. Ein Mix ist also hier durchaus zu empfehlen.

Praxis-Tipps im Umgang mit Longtail und Shorthead Keywords

Für die Praxis empfiehlt sich, zunächst einmal genau zu analysieren, wie sich die Situation um relevante Shorthead Keywords gestaltet. An dieser Stelle kann auch wieder ein Tool zur Keyword-Recherche Abhilfe schaffen. Bei diesen besagten Tools bekommt man die ungefähren Suchvolumen pro Monat bei Google angezeigt sowie die Wettbewerbsdichte zu jedem einzelnen Keyword. Das macht es für die Praxis deutlich einfacher zu entscheiden, auf welche Keywords man zunächst optimieren sollte. Eine Keyword-Recherche alleine ist aber nicht zielführend. in einem weiteren Schritt gilt es den Suchintent zu prüfen und auf dieser Basis dann die finale Content-Produktion zu planen. Die Suchintent Analyse besprechen wir im Rahmen der Artikelserie ebenfalls sehr ausführlich.

Was die Herangehensweise für den gezielten Sichtbarkeitsaufbau angeht, gibt es unterschiedliche Strategien. Früher hat man versucht, für jedes Keyword oder jede Keyword-Phrase eine eigene Seite, also URL zu entwickeln. Das ist aufgrund der besseren “Intelligenz” von Google mittlerweile nicht mehr notwendig und sinnvoll. Für einzelne, sehr stark aufgestellte Branchen kann es sinnvoll sein, muss es aber nicht. Vielmehr kann man auch versuchen, mehrere relevante Keywords auf einer einzigen Seite unterzubringen und mit dieser Seite zu mehreren Suchanfragen gut oder sehr gut platziert zu werden. Hierzu eignen sich besonders holistische Seiten, die ein Thema voll umfänglich und ausführlich behandeln. Wichtig ist es jedoch, den Umfang und Inhalt des Textes am eigenen Angebot und den Erwartungen der Zielgruppe zu orientieren und nicht willkürlich einen 3.000 Wörter langen Text zu schreiben.

Letztlich ist die Länge eines Textes nicht Selbstzweck, sondern das Ergebnis einer gut umgesetzten Vorarbeit. Erst wenn final alle Maßnahmen geprüft sind, geht es an die eigentliche Textproduktion. Wie das genau aussieht und welche weiteren Schritte zu empfehlen sind, erfahrt ihr in den kommenden Artikel unserer Artikelserie rund um die Content-Produktion

Viele Recherchen und Analysen per Knopfdruck umsetzen und an Contentziel anpassen?

Die Keyword-Recherche ist ein erster Schritt, wenn es um den gezielten Sichtbarkeitsaufbau geht. Sowohl im SEO Tool bei PageRangers als auch in der Content Suite ist die Keyword-Recherche verankert. Wer Lust hat, sich die Möglichkeiten ein mal näher anzuschauen, wird feststellen, wie produktiv und zeitsparend die Vorbereitung umgesetzt werden kann. Lust auf einen kostenlosen und unverbindlichen Blick in die Content Suite? Dann jetzt hier kostenlos registrieren.

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Thomas Ottersbach ist geschäftsführender Gesellschafter der PageRangers GmbH und seit vielen Jahren im Online Marketing Business zu Hause. Er betreibt mit SEOSENF einen SEO Podcast für Einsteiger und Fortgeschrittene. Über seine unternehmerischen Erfahrungen und das digitale Business spricht er im Podcast "Digitales Unternehmertum"

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