WDF*IDF – Tipps & Tricks für die Praxis (Teil 4)

WDF*IDF Tipps für die Praxis

In unserer mehrteiligen Artikelserie, wollen wir euch einen möglichen Weg aufzeigen, wie mit dem richtigen Inhalt, gezielt Sichtbarkeit bei Google aufgebaut werden kann. Heute geht es um die WDF*IDF Analyse. Simpel ausgedrückt, ist WDF*IDF praktisch eine Weiterführung der reinen Keyword-Dichte. Dabei wird das zu analysierende Keyword ins Verhältnis mit anderen, zum Thema relevanten Keywords gesetzt. Der Textinhalt wird also als Gesamtes betrachtet und nicht nur auf ein einzelnes Keyword hin analysiert. Um ein valides Ergebnis zu erhalten, vergleicht man die eigene WDF*IDF Analyse anschließend mit den am besten zu einem bestimmten Keyword rankenden Wettbewerbsseiten.

Wofür steht WDF*IDF?

Das “WDF” in WDF*IDF steht für„Within Document Frequency“. Dabei setzt man das zu analysierende Keyword ins Verhältnis zu allen anderen Keywords im Text. Die WDF*IDF Formel lautet wie folgt:

Die alleinige Betrachtung von WDF ist oft aber nicht ausreichend, weswegen mittels der “Inverse Document Frequency” der eigene Artikel mit den besten, themenrelevanten Artikeln anderer Seiten verglichen wird. Die IDF-Formel setzt sich wie folgt zusammen:

Durch die Betrachtung lässt sich also die Relevanz eines bestimmten Keywords feststellen.

Warum ist WDF*IDF für SEO relevant?

Google versucht immer mehr semantische Zusammenhänge eines Artikels zu verstehen. Durch WDF*IDF lässt sich ein Text für die Suchmaschinenoptimierung auch auf semantischer Ebene optimieren. Natürlich sollte ein Text zunächst immer auf die potenziellen Leser bzw. die angestrebte Zielgruppe abgestimmt sein und entsprechend gestaltet werden. Wenn man allerdings zusätzlich für den Google Algorithmus gut da stehen möchte, empfiehlt es sich die WDF*IDF Analyse in die Gestaltung des Textes mit einfließen zu lassen.

Hierbei ist die Verwendung eines geeigneten WDF*IDF Tools bzw. SEO Tools mit entsprechender Funktion zu empfehlen. Diese übernehmen die Berechnung der Formel automatisch und vergleichen den eigenen Text in Echtzeit mit dem Ergebnis der Analyse und zeigen Optimierungsbedarfe in der Platzierung und Frequenz der Terme auf. Außerdem vergleichen sie die Texte mit denen des Wettbewerbs.

Quelle: WDF*IDF Analyse Content Suite

WDF*IDF ist ein Werkzeug, um Google möglichst verschiedene Signale zu einem bestimmten Thema zu übermitteln. Dabei sollte beachtet werden, die Textinhalte immer unique zu gestalten. Wer Texte schreibt, sollte zudem auf die richtige Strukturierung der Inhalte, Anrede, Lesefluss und weitere Parameter achten.

WDF*IDF ist aber auch nicht der “Heilsbringer”. Denn, wenn minderwertige Inhalte verfasst werden oder andere wichtige SEO-Optimierungen nicht angemessen umgesetzt wurden, wird die WDF*IDF Verwendung keinen sichtbaren Effekt zeigen. Vielmehr ist es im SEO das Zusammenspiel vieler verschiedener Maßnahmen, wenngleich hochwertige und auf die Zielgruppe abgestimmte Inhalte ein sehr gewichtiger Faktor für Google darstellt.

Vorteile der WDF*IDF Analyse

Die WDF*IDF Analyse ist ein relevantes Werkzeug bei der nutzerzentrierten Textoptimierung. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die ermittelten Terme sind letztlich ein hilfreicher Orientierungspunkt, um Texte zu erstellen, die für die Zielgruppe und Google verfasst werden
  • Mit der richtigen Dosierung, erhält Google möglichst viele verschiedene Relevanzsignale zu einem bestimmten Thema
  • Keyword-Spam kann vermieden werden, da die meisten WDF*IDF Tools die Häufigkeit der Termverwendung in Echtzeit prüfen
  • Hilfestellung, um noch tiefer in den Textinhalt einzutauchen und ein noch besseres Verständnis zu erlangen

Nachteile von WDF*IDF

Für Google spielt die Relevanz der Webseite zur individuellen Suchanfrage eine sehr wichtige Rolle. Ein Text darf also nie für Google geschrieben werden, sondern immer nur und ausschließlich für die Zielgruppe. Wer zu verbissen auf die Integration der WDF*IDF Terme schaut, kann Gefahr laufen, den Blick für die Zielgruppe zu verlieren. Der Text sollte daher den größtmöglichen Mehrwert bieten und beispielsweise Probleme lösen, Fragen (W-Fragen Analyse) beantworten oder informieren.

WDF*IDF ist also ein Werkzeug, um Texte zu kreieren oder zu optimieren. Immer mit dem Ziel einen erstklassigen, einzigartigen und informativen Text zu verfassen.

WDF*IDF Proof – der Blick in die Theorie

In der aktuellen Ist-Analyse können Muster erkannt werden, wie gut oder anders formuliert, wie viel Potenzial bei einer Textoptimierung vorhanden ist oder nicht. Im oberen Screenshot sieht man (gestrichelte Linie), dass bisher nur wenige WDF*IDF Terme im Text bislang vorkommen und somit Potenzial auf jeden Fall vorhanden ist.

Beispiel WDF*IDF Analyse contentsuite.com / pagerangers.com SEO Suite (Screen 1)

Anders sieht es beim zweiten Screenshot aus. Die gestrichelte Linie zeigt, dass wesentlich mehr Terme bereits im Text untergebracht wurden. Aus Erfahrung wissen wir, dass die meisten Top-Platzierungen von der Verwendung der Terme (Anzahl) zwischen dem Wettbewerb (avg) und der von uns aufgezeigten Spam-Kurve liegen (rote Linie).

Beispiel WDF*IDF Analyse contentsuite.com / pagerangers.com SEO Suite (Screen 2)

Der WDF*IDF Keyword Proof ist somit eine sehr gute Möglichkeit, um schnell und unkompliziert in der Theorie einen Überblick über das WDF*IDF Optimierungspotenzial einzusehen.

WDF*IDF in der Praxis

Genug der Theorie. Blicken wir in die Praxis und schauen auf zwei unterschiedliche Wege, wie man WDF*IDF Terme qualitativ bewerten und dann schlussendlich den Text optimieren kann.

Klassische WDF*IDF Analyse in der Praxis

In unserem SEO Tool befindet sich die “klassische WDF*IDF Analyse”. Die WDF*IDF Terme basieren auf einer Analyse der Top 15 Sucheinträge zu einem bestimmten Keyword. Während der Text im eigens entwickelten Content Editor geschrieben werden kann, wird in Echtzeit überprüft, wie häufig ein Term im Text vorkommt. Das hilft enorm bei der Contenterstellung.

Ganz wichtig: Die Integration der WDF*IDF Terme ist sinnvoll. Beachten solltet ihr, dass der Textinhalt in erster Linie für die Zielgruppe zu verfassen ist und nicht auf “Teufel komm raus” die Terme in den Text untergebracht werden müssen. Usability, Lesefluss, etc. spielen hier eine übergeordnete Rolle. Passt ein Term einfach nicht mehr – dann ist das kein Weltuntergang.

WDF*IDF Texteditor aus dem Landingpage Modul (pagerangers.com)

WDF*IDF ist also ein probates Werkzeug, um Text-Optimierungen vorzunehmen. Es ist aber auch kein “Allheilmittel” und insbesondere, wenn ihr euch mit euren Inhalten in einem wettbewerbsintensiveren Umfeld bewegt, gilt es weitere Maßnahmen zu berücksichtigen. Einfach aus dem Bauch heraus Inhalte formulieren, ohne fundiert auf die Wünsche und den Bedarf der Zielgruppe einzugehen, ist nicht zielführend. Die Suchintent Analyse ist unbedingt umzusetzen und ohne diese sollte KEIN Inhalt produziert werden.

Mehr Relevanzsignale mit der Content Suite

Mit der Content Suite stehen diverse weitere Recherchen und Benchmarkanalysen zur Verfügung. Zudem wird die WDF*IDF Umsetzung komplett anders umgesetzt. Kein Algorithmus dieser Welt kann nämlich wissen, mit welcher Zielsetzung der Content erstellt werden soll. So kann es sein, dass bei der klassischen WDF*IDF Analyse, Terme verwendet werden, die letztlich nicht auf das Contentziel einzahlen. In der Content Suite werden daher “Daten und Hirn” praktisch kombiniert. Ihr solltet nur jene Terme verwenden, die auch tatsächlich zu eurem Thema und Contenziel passen.

Ein Beipsiel

Ihr möchtet einen holistisch-geprägten Inhalt zum “papierlosen Büro” verfassen. Zielgruppe sind Gewerbetreibende und keine Privatpersonen. Die klassische WDF*IDF Analyse zeigt jedoch die Keywordphrase “papierloses büro privat” als relevant an. Für euren Inhalt spielt das Thema aber keine Rolle. Daher macht es Sinn, auf diesen Term zu verzichten und andere, relevantere Terme auszuwählen und später bei der Texterstellung zu berücksichtigen.

Wie im Screen 3 zu sehen, können im Setup-Prozess der Content Suite, die relevanten Terme einzelnd ausgewählt und so perfekt auf den Inhalt und das Contentziel abgestimmt werden. Das bringt die Termverwendung auf ein ganz anderes Niveau und sollte die Chance erhöhen, noch konkretere Relevanzsignale für das Thema an Google zu übermitteln. Mit Hilfe der URL-Abdeckung (wie häufig wird das Keyword beim Wettbewerb vermehrt eingesetzt) könnt ihr so perfekt abwägen, welche Terme für euch relevant sind.

WDF IDF Analyse im Setup Prozess der Content Suite (Screen 3)

Sind neben der WDF*IDF Analyse alle weiteren Recherchen und Benchmark-Analysen in der Content Suite umgesetzt, geht es an die Texterstellung. Wie im Screen 4 zu sehen, werden alle identifizierten Terme im Content Editor angezeigt und auf Basis der Textlänge entsprechende Hilfestellungen in Echtzeit gegeben.

Content Editor in der Content Suite (Screen 4)

Um möglichst weitere Relevanzsignale an Google zu übermitteln, sollten weitere Aspekte im Rahmen der Content Erstellung geprüft und umgesetzt werden:

  • W-Fragen Analyse
  • Termplatzierungen (Gibt es versteckte Hinweise im Quellcode)
  • Content-Format Analyse – welche anderen Content-Formate, neben text sind relevant und notwendig? Also Bilder, Video, Grafiken, etc.
  • Snippet perfekt auf den Inhalt abstimmen (Snippet-Generator inkl. Wettbewerbsanalyse) ist in der Content Suite enthalten

WDF*IDF ist wichtiger, aber …

Die Erstellung eines Textes nach dem WDF*IDF-Prinzip ist also eine Orientierung an den Texten der Konkurrenz. Was dabei nicht auf der Strecke bleiben sollte, die eigene Kreativität und das Verständnis für die Zielgruppe. Wer Texte produziert, sollte sich vom Wettbewerb unbedingt differenzieren und den Anspruch haben – den besten Inhalt zu dem Thema zu entwickeln. WDF*IDF ist daher eine gute Basis, aber auch nicht mehr. Was kann WDF*IDF also nicht:

  • Qualität von Texten erhöhen
  • Lesefreundlichkeit beeinflussen
  • Such-Intention erfassen bzw. Suchintent Analyse ersetzen
  • die Länge eines Textes bestimmen

Für welche Art von Textinhalten ist die WDF*IDF Analyse geeignet?

WDF*IDF Terme in den Text integrieren und so möglichst viele Relevanzsignale an Google zu übermitteln, macht Sinn. WDF*IDF funktioniert, aber nicht für alle Texte. Kurze Produktbeschreibungen mit 100 oder 150 Wörtern sind für WDF*IDF nicht relevant. Vielmehr eignen sich informative, holistische-geprägte Inhalte für die WDF*IDF Umsetzung. Es gibt aber auch Texter, die WDF*IDF für die Erstellung ausführlicher Kategoriebeschreibungen bei Online-Shops nutzen. Eine pauschale Aussage, wie ausführlich ein Text sein sollte, kann nicht getätigt werden und hängt immer auch von dem vorhandenen Wettbewerb ab. WDF*IDF wird auch oft verwendet, um ein noch tieferes und besseres Verständnis für den Inhalt zu bekommen. Auch das kann ein Aspekt sein, um auf WDF*IDF zu setzen.

Fazit

Die WDF*IDF Analyse ist ein probates Mittel für die Textoptimierung. Aber was WDF*IDF bewirkt? Das kann nicht fundiert gesagt werden. Es spielen letztlich viele verschiedene Faktoren eine Rolle. WDF*IDF unterstützt bei der richtigen Texterstellung bzw. hilft bei der Optimierung und erweitert deine Perspektive für das Thema. Was WDF*IDF nicht kann – einen erstklassigen, einzigartigen und informativen Text ersetzen.

Du willst mehr über WDF*IDF wissen und erfahren, wie weitere Relevanzsignale an Google übermittelt werden können?

Dann solltest du einen unverbindlichen und kostenlosen Blick in unsere Content Suite werfen. Wir bieten in kostenloses OnBoardning und zeigen dir, wie man den optimalen Text für Google umsetzt und welche weiteren Signale relevant sind. Vereinbare am besten direkt einen Termin.

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Thomas Ottersbach ist geschäftsführender Gesellschafter der PageRangers GmbH und seit vielen Jahren im Online Marketing Business zu Hause. Er betreibt mit SEOSENF einen SEO Podcast für Einsteiger und Fortgeschrittene. Über seine unternehmerischen Erfahrungen und das digitale Business spricht er im Podcast "Digitales Unternehmertum"

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